Integriert und erfolgreich – Sport

Integriert und erfolgreich – Sport

Ina Menzer

wur­de 1980 in Atbassar/ Kasach­stan gebo­ren. Ihre Vor­fah­ren waren Wol­ga­deut­sche, die zu Zei­ten von Katha­ri­na II. nach Wol­ga aus­ge­wan­dert sind, bevor sie zu Beginn des II. Welt­krie­ges 1941 nach Kasach­stan depor­tiert wur­den. 1990 kam sie mit ihrer Fami­lie nach Deutschland.
Von 2005 bis 2010 war sie Box­welt­meis­te­rin im Feder­ge­wicht. In ihrem letz­ten Kampf am 24. August 2013 hol­te sie sich den Titel zurück. 

Irina Mikitenko

Seit Jah­ren ist die Deut­sche aus Russ­land Iri­na Miki­ten­ko Deutsch­lands erfolg­reichs­te Lang­stre­cken­läu­fe­rin. Sie gehört der Welt­eli­te an und gewann unter ande­rem 2008 und 2009 den Lon­don-Mara­­thon und 2009 den Berlin-Marathon.
In Kasach­stan gebo­ren, reis­te sie 1996 nach Deutsch­land aus und gewann seit­her meh­re­re deut­sche Meis­ter­ti­tel und erreich­te vor­de­re Plat­zie­run­gen bei Olym­pi­schen Spie­len und Weltmeisterschaften.

Elena Krawzow

wur­de 1993 in Kasach­stan gebo­ren und kam 2005 mit ihrer Fami­lie nach Deutsch­land. Mit sie­ben Jah­ren brach bei ihr eine erb­li­che Augen­krank­heit (Netz­hau­ter­kran­kung der Augen) aus, die lang­fris­tig zur Ein­schrän­kung des Seh­ver­mö­gens und zur Erblin­dung führt.
2006 begann ihre Kar­rie­re als Brust­schwim­me­rin, die vor­läu­fig 2012 mit einem Euro­pa­re­kord über 100 Meter und einer Sil­ber­me­dail­le bei den Paralym­pics in Lon­don gekrönt wurde. 

Lilli Schwarzkopf

wur­de 1983 in Nowopokrowka/ Kir­gi­si­en gebo­ren und sie­del­te 1990 nach Deutsch­land aus.
1998 begann sie mit dem Trai­ning im Leich­t­a­t­h­­le­­tik-Sie­­ben­­kampf, zu deren Welt­eli­te sie seit Jah­ren gehört. Nach meh­re­ren deut­schen Meis­ter­ti­teln und vor­de­ren Plat­zie­run­gen bei Olym­pi­schen Spie­len, Welt- und Euro­pa­meis­ter­schaf­ten gewann sie 2012 die Sil­ber­me­dail­le bei den Olym­pi­schen Spie­len in London.

Renate Lingor

Meh­re­re Jah­re war Rena­te Lingor (geb. 1975) Mit­glied der deut­schen Frau­en-Fuß­bal­l­­na­­ti­o­­nal­­man­n­­schaft (149 Spie­le, 35 Tore) und gehör­te zu den effek­tivs­ten Spie­le­rin­nen. Zwei­mal wur­de sie Welt­meis­te­rin und drei­mal Euro­pa­meis­te­rin, hin­zu kamen drei Bron­ze­me­dail­len bei den Olym­pi­schen Spie­len. Mit dem 1. FFC Frank­furt wur­de sie drei­mal UEFA-Cup-Sie­ge­­rin und jeweils sie­ben­mal deut­sche Meis­te­rin und deut­sche Pokalsiegerin.
Die stu­dier­te Sport­wis­sen­schaft­le­rin arbei­tet seit 2006 beim DFB. Bei der Frau­en­welt­meis­ter­schaft 2011 in Deutsch­land war Rena­te Lingor offi­zi­el­le Botschafterin.

Robert Stieglitz

ist Box­welt­meis­ter im Supermittelgewicht.
1981 in Ejsk/ Kras­no­dar (Russ­land) gebo­ren, sie­del­te er mit 19 Jah­ren nach Deutsch­land aus. Ers­ten Erfol­gen als Ama­teur vor der Aus­rei­se folg­ten von 2001 bis 2013 47 Pro­fi­kämp­fe, von denen er 44 gewann. Par­al­lel zu sei­ner Box­kar­rie­re absol­vier­te er ein Fern­stu­di­um an einer Sportakademie. 

Heinrich Popow

gebo­ren 1983 in Abai/ Kasach­stan, ist mehr­fa­cher Medail­len­ge­win­ner bei Leich­t­a­t­h­­le­­tik-Welt­­­meis­­ter­­schaf­­ten und Olym­pi­schen Spie­len für Behin­der­te. Auf Sil­ber bei den Paralym­pics in Peking 2008 folg­te Gold in Lon­don 2012 (jeweils über 100 Meter). Im Alter von neun Jah­ren wur­de ihm nach einer Krebs­er­kran­kung das lin­ke Bein ober­halb des Knie­ge­lenks amputiert.

Dima Weimer

Der Ham­bur­ger Dima Wei­mer ist stärks­ter deut­scher Kick­bo­xer im Mit­tel­ge­wicht, Welt­meis­ter der IPTA im K1 und hat sei­nen Welt­meis­ter­ti­tel im Kick­bo­xen des Ver­ban­des WKN inzwi­schen fünf Mal ver­tei­digt. Bereits in sei­ner Ama­teur­zeit wur­de er deut­scher Meis­ter, Euro­pa­meis­ter und Vizeweltmeister.
Gebo­ren 1985 in Usbe­ki­stan, kam er im Alter von neun Jah­ren mit sei­ner Fami­lie nach Deutsch­land und wuchs in Neu­wie­den­thal auf. Er arbei­tet bei der Ham­bur­ger Poli­zei und absol­viert ein Kom­­mis­­sar-Stu­­di­um an der Poli­zei­aka­de­mie Ham­burg. Die Poli­zei ehr­te ihn bun­des­weit als „Sport­ler des Jah­res 2010“, und 2011 über­reich­te ihm der Ham­bur­ger Innen­se­na­tor Micha­el Neu­mann die Poli­zei­aus­zeich­nung „Ham­bur­ger Sport­ler des Jah­res 2011“. 

Thomas Janke

Die Fami­lie Jan­ke kam 1990 aus dem Gebiet Krasnodar/ Süd­russ­land nach Deutsch­land, Tho­mas Jan­ke wur­de in Mem­min­gen gebo­ren. Mit acht begann er mit dem Jon­glie­ren beim TV Mem­min­ger­berg, seit über sie­ben Jah­ren tritt er solo auf. Sein außer­ge­wöhn­li­ches Kön­nen wur­de inzwi­schen bei zahl­rei­chen natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben anerkannt. 

Kristina Vogel

(auf dem Bild in der Mit­te) ist mit sechs Juni­o­­ren-Welt­­­meis­­ter­­ti­­teln sowie als Welt­meis­te­rin und Olym­pia­sie­ge­rin im Team­sprint eine der erfolg­reichs­ten deut­schen Bahnradsportlerinnen.
Sie wur­de 1990 in Lenins­ko­je, Kir­gi­si­en, gebo­ren und kam 1992 mit ihrer Mut­ter nach Deutschland.