Schicksalsweg

Schicksalsweg der Deutschen aus Russland

Nach der Sta­tis­tik des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern haben von 1950 bis 2012

über 2,3 Millionen Deutsche aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten

als Aus­sied­ler und Spät­aus­sied­ler in der Bun­des­republik Deutsch­land Auf­nah­me gefun­den.

Woher kommen sie?
Warum kommen sie?

Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen will die Aus­stel­lung geben. Sie zeigt den har­ten Schick­sals­weg einer deut­schen Volks­grup­pe eben­so wie ihre erfolg­rei­chen Bemü­hun­gen um Inte­gra­ti­on.
Die­ser Weg begann mit der Ver­öf­fent­li­chung des Ein­la­dungs­ma­ni­fes­tes der Zarin Katha­ri­na am 22. Juli 1763, der im Jahr dar­auf die Grün­dung der ers­ten deut­schen Kolo­ni­en an der Wol­ga folg­te.
Es folg­te die Besie­de­lung wei­te­rer Gebie­te des Rus­si­schen Rei­ches im 18. und 19. Jahr­hun­dert, vor allem am Schwar­zen Meer und am Dnjepr, auf der Krim, im Kau­ka­sus und in Wol­hy­ni­en.
Auf die Deut­schen war­te­te in Russ­land und spä­ter in der Sowjet­uni­on eine dra­ma­ti­sche Geschich­te, die nach schwe­ren und opfer­rei­chen Anfangs­jahr­zehn­ten zu wirt­schaft­li­chem Auf­schwung und Wohl­stand im 19. Jahr­hun­dert und zur Grün­dung einer Auto­no­men Wol­ga­re­pu­blik im 20. Jahr­hun­dert führ­te, ehe 1941 der Weg in die Ver­ban­nung und die tod­brin­gen­den Zwangs­ar­beits­la­ger begann.
Eine Aus­rei­se nach Deutsch­land wur­de ihnen im grö­ße­ren Umfang erst ab 1988 gestat­tet.

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